Samstag, 15. September 2018

Rezension: Der Wald der träumenden Geschichten

Autor: Malcom McNeil
Verlag: Fischer
Seiten: 544
Format: Hardcover/Ebook
Preis: (HC) 16,99€ [D], 17,50€ [A]
ISBN: 978-3-596-85670-1
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Inhalt:
Seit der Waisenjunge Max denken kann, träumt er von seinen wahren, "Immerwährenden" Eltern. Fragt sich, wer er wirklich ist. Da auch seine Adoptiveltern keine zufriedenstellenden Antworten haben, flüchtet er sich in die Welt der Geschichen. Als er vom Wald des Anfangs erfährt, dem Ort an dem die Geschichten entstehen, ist Max sich sicher: Dort wird er seine Eltern finden! Entschlossen begibt er sich auf die Suche, Hexen, Drachen und Geistern zum trotz. Vielleicht schafft er es sogar, das Rätsel um das mysteriöse Verschwinden zu lösen, das die Welt heimsucht.

Cover:
Ein absoluter Blickfang! Und es ist so schön düster und verträumt, ganz wie der Inhalt.

Meine Meinung:
"Tausende von Jahren haben die Menschen gelebet, ohne sich zu fragen, wie sie leben sollten. Ich denke sie wussten es intuitiv. Man brauchte keine besonderen Antworten, weil es keine besonderen Fragen gab. Die Menschen lebten so wie die Bäume - sie schlugen Wurzeln, trieben Äste und wuchsen."

Düster, myteriös und irgendwie philosphisch!
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesslt und nicht mehr losgelassen. Genau die Art von Geschichten, die ich liebe! Der Schreibstil ist herrlich locker und fantasievoll und die Welt, die der Autor erschaffen hat, geheimnisvoll und faszinierend. Max ist ein interessanter Protagonist, dessen Geschichte man erfahren möchte. Die anderen Charaktere sind nicht minder spannend, und von Geistern, Hexen und dunklen Männern, ist alles dabei. Die Atmosphäre ist größtenteils düster und man taucht komplett in die Geschehnisse ein. Es gibt genügend Überraschungen, und ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Sogar zum Nachdenken regt das Buch immer mal wieder an, mit schönen philosphischen Ansätzen, wie dem Grund unseres Daseins. Einen wesentlichen Teil der Story macht nämlich auch das mysteriöse Verschwinden aus. Überall auf der Welt verschwinden plötzlich Menschen, lösen sich in nichts auf. Ein Zustand der die Wissenschaftler zum Verzweifeln bringt... Im Wald des Anfangs hingegen, hat man ganz andere Probleme... Und alles hängt mit der Geburt unseres Protagonisten zusammen...
Kurz gesagt, ein Highlight, und die Rettung aus einer Leseflaute! Wenn ihr Fantasy und Märchen mögt, kann ich euch das Buch nur wärmstens empfehlen!

Fazit:
Großartige Geschichte, um zwei scheinbar sehr unterschiedliche Welten, dem Verschwinden und einem mutigen Jungen, auf der Suche nach seinen Immerwährenden Eltern. 
💗💗💗💗💗/5

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