Montag, 21. Mai 2018

Rezension: Dazwischen: Ich

Autor: Julya Rabinowich
Verlag: Hanser
Format: Taschenbuch/Ebook
Seiten: 256
Preis: 15,00€ [D], 15,50€ [A]
ISBN: 978-3-446-25306-3
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Inhalt:
Das Flüchtlingsmädchen Madina musste alles Vertraute zurücklassen. Ihre Freunde, ihre Großeltern und ihr Zuhause. Ihr Vater gilt als Volksverräter, weil er Menschenleben gerettet hat. Nun muss Madina sich hier zurechtfinden, in einem schäbigen Haus zwischen all den anderen geflohenen. Sie wünscht sich dazu zugehören und fühlt sich doch schrecklich fremd... 

Cover:
Ich finde es schön und zur Thematik des Buches passend. Es erzählt einen Teil der Geschichte und stellt Madinas Tagebuch dar. 

Meine Meinung:
"Ich werde nie sein wie die. Selbst wenn ich die tollste Ausrüstung hätte und ein schönes eigenes Zimmer und täglich zum Friseur liefe. Meine Angst wäre noch da."

Eine sehr authentische und bewegende Geschichte über das Flüchtlingsmädchen Madina. Das Buch wird aus ihrer Sicht tagebuchartig erzählt, wodurch ihre Gefühle, Sorgen und Ängste noch deutlicher werden. Man kann gar nicht anders als sich Stück für Stück in sie hinzuversetzen. Neben der ständigen Angst nie richtig dazugehören zu können, vermisst Madina ihr altes Leben zu hause, das Leben vor dem Krieg. Zum Glück ist sie nicht ganz allein, sondern hat Laura, die immer an Madinas Seite steht. Laura ist ein schöner und sympathischer Charakter mit spezieller Persönlichkeit, der einen Hauch Unbeschwertheit in Madinas Leben bringt. Die anderen Charaktere, ihre Familie, werden gut beschrieben und haben alle für sich eine starke Persönlichkeit.
Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und die Autorin schafft es, Madina und ihre Gefühlswelt realistisch darzustellen.
Für mich ein Buch, das es sich zu lesen lohnt! Es regt zum nachdenken an und hilft sich besser in Menschen die etwas ähnliches wie Madina durchmachen mussten hineinzuversetzten.

Fazit: 
Eine sehr bewegende und großartig erzählt Geschichte, über die Ängste und Hoffnungen eines Flüchtlingsmädchens. 💓💓💓💓💔/5

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