Mittwoch, 22. Februar 2017

Rezension: Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Autor: Fredrik Backman
Verlag: Fischer
Preis: 9,99€ [D]
Seiten: 454
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-10-402807-1  
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Inhalt:
Die 7 - Jährige Elsa liebt Wikipedia, Superhelden und natürlich ihre größte Heldin: Oma. Die ist 77 und ein "wenig" chaotisch. Mit ihr zusammen erlebt Elsa die schönsten und verücktesten Abenteuer in ihrem eigenen kleinen Märchenreich. Dadurch das Elsa anders ist als die anderen, wird sie in der Schule nicht besonders gemocht, weswegen Oma ihre einzige Freundin ist. Doch Elsas Oma ist alt und krank und schickt Elsa deshalb noch auf  ein letztes Abenteuer. Und zwar in der realen Welt. Auf dieser abenteuerlichen Schatzsuche erfährt Elsa, wer ihre Oma früher einmal war und findet viele neue Freunde. Auch entdeckt sie viele Parallelen von der Wirklichkeit zu ihren Märchen. Allerdings hat das nicht nur ein gutes: Ein böser Schatten hat es ebenfalls in die Wirklichkeit geschafft und bedroht Elsas neue Freunde...

Cover:
Ein sehr süßes Cover, wie ich finde. Und auch in sehr freundlichen Farben gehalten. 

Schreibstil:
Ich mag Backmans Schreibstil sehr gern. Wie schon in "Ein Mann namens Ove" schafft er es auch hier wieder, eine gute Mischung zwischen Humor und Tragik zu finden und regt einen auch zum Nachdenken an.

Meine Meinung:
Eine wirklich schöne, einfühlsame und humorvolle Geschichte zum anders sein.   
Fredrik Backman hat es mal wieder voll und ganz geschafft. Schon allein die Charaktere die er geschaffen hat, sind mir alle irgendwie ans Herz gewachsen. Alle haben sie eine schwierige und ernste Lebensgeschichte, die man nach und nach erfährt und die wirklich berührt. Die kleine Elsa ist  ein ganz besonders Mädchen, die mich mit ihrer frechen und einfühlsamen Art überzeugt hat. Am Anfang jedes Kapitels erfährt man immer einen kleinen Teil der Geschichten aus ihrem Märchenreich "Fast-noch-wach Land". Das fand ich immer sehr schön und es hat auch ein wenig Zauber in das Buch gebracht. Auch die Vielfalt der Geschichte hat mich begeistert. Mal ist die Stimmung im Buch recht heiter, dann wieder ernst und melancholisch. Ich bin auch gleich von der ersten Seite an die Geschichte reingekommen, was bei mir eher seltener ist. Bei der Schatzsuche auf die Oma Elsa schickt, fängt Elsa an zu erkennen das Märchen und Realität nicht weit auseinander stehen und lernt ihre Oma so erst richtig kennen. Das Märchenreich von den beiden, hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen und ich würde es auch gerne mal bereisen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Einer meiner Lieblingscharaktere war im übrigen das Monster, aber auch Britt - Marie, mit ihrer penetranten Art und ihrem Sauberkeitswahn mochte ich am Ende zu sehr. Das Ende ist ebenso sehr gelungen und eine gute Abrundung.

Fazit: 
Eine wundervolle und humorvolle Geschichte, die man gelesen haben sollte.
💗💗💗💗💔/ 5 Herzen. 

Zitate:

"Besonders zu sein ist die beste Art, anders zu sein."

"Aber Miamas ist Omas und Elsas Lieblingskönigreich, denn dort ist der Beruf des Märchenerzählers der angesehenste, den es gibt. Dort kann jemand, der es vermag einer Geschichte Leben einzuhauchen, mächtiger als ein König werden."  

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